Number twelve, variations on a theme
Number twelve, variations on a theme verknüpft Schachzüge, kompositorische Strategien und Gedanken über Unendlichkeit und mathematische Wahrscheinlichkeit zu einem komplexen filmischen Experiment. Im Verlauf von 40 Minuten betrachtet Guido van der Werve den Zusammenprall des Vergänglichen und des Endgültigen. Wie spielt man alle möglichen Schachzüge? Wie zählt man alle Sterne? Wie stimmt man ein Klavier perfekt? Das Leben wird immer zu kurz sein, um auch nur eine dieser Aufgaben zu vollenden.
Die langsame und elegische Partitur, die van der Werve auf einem Schachklavier komponierte—einem Instrument seiner eigenen Erfindung—ist in drei Sätze gegliedert: „Eröffnung", „Mittelspiel" und „Endspiel". Der erste Satz zeigt den Künstler beim Schachspielen im Marshall Chess Club in New York; der zweite begleitet ihn durch eine archaische Landschaft auf den Gipfel des Mount St. Helens, eines aktiven Vulkans, um die Sterne zu zählen; und im dritten steht van der Werve neben einer Hütte, die er direkt im San-Andreas-Graben errichtete, einem der tektonisch aktivsten Orte der Erde. Als strukturelles und kompositorisches Experiment ist Number twelve intellektuell anspruchsvoll und—mit seiner Verbindung aus melancholischen Streicherklängen und atemberaubenden Luftaufnahmen—emotional berührend.
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Number twelve, variations on a theme
Guido van der Werve
2009
1-Kanal-Video, Farbe, Stereo
1920px x 1080px, 40 Min.