Guido van der Werve

Number eight, nine, twelve, thirteen, fourteen, seventeen

25. April – 22. Juni 2019

Auf gefrorenem Wasser vor einem Eisbrecher gehen, einen 1.000-Meilen-Triathlon von Warschau nach Paris unternehmen oder 24 Stunden lang auf dem Nordpol stehen—die Filme von Guido van der Werve (geb. 1977) sind oft von schlichter körperlicher Ausdauer getragen. Doch zugleich—und nicht ohne eine gute Portion trockenen Witzes—vermitteln sie treffende und klare Bilder für existentielle und universelle Gefühle: Sehnsucht, Melancholie, Isolation, die Prekarität des Lebens. Van der Werve, klassisch ausgebildeter Musiker und leidenschaftlicher Athlet, spielt stets die Hauptrolle in seinen aufwändig komponierten Filmen und schreibt oft seine eigenen Partituren. Diese Eröffnungsausstellung bei Fluentum präsentiert das Werk des Künstlers anhand einer Auswahl von sechs Arbeiten aus seiner Numbers-Serie.

Fluentum unterstützt darüber hinaus die Produktion von van der Werves neuer Arbeit Number eighteen—eine poetische Selbstbefragung darüber, wie der Minderwertigkeitskomplex des Künstlers und seine Todesangst ihm das Leben retteten. Im Jahr 2016 hatte van der Werve einen Unfall beim Radfahren in Berlin. Er verbrachte zwei Monate in einem Berliner Krankenhaus und kämpfte um sein Leben. Eine rasante Entwicklung folgte. Er konnte es nicht mehr allein; er musste sich auf die Hilfe anderer verlassen.

Number eighteen ist ein persönlicher und radikal konkreter Versuch, mit dem ewigen menschlichen Wunsch umzugehen, dem Tod zu entkommen – und führt die in dieser Ausstellung gezeigten früheren Werke van der Werves weiter.

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