Everyday Tasks – Sphere of the Gods
Im Rahmen der Installation Everyday Tasks – Sphere of the Gods thront eine freistehende Waschmaschine im schwarz marmorierten Hauptraum, in dem Besucherinnen und Besucher eingeladen sind, ihre berufsspezifischen Kleidungsstücke zu waschen und so ihren Ausstellungsbesuch mit dem alltäglichen Wäschewaschen zu verbinden. Die Maschine steht in Dialog mit einer in unmittelbarer Nähe aufgestellten Skulptur, die in der Gestalt des sich abmühenden Künstlers selbst bereit ist, zum Aufhängen der Wäsche genutzt zu werden, und die im Laufe der Ausstellung immer wieder ihre Form verändern wird.
Normalerweise als solitäre, von ihrer Umgebung unbeeindruckte Einheit bekannt, tritt die Skulptur in diesem Kontext in die Sphäre alltäglicher Verrichtungen ein und vervollständigt den Pragmatismus der Szenerie. Obwohl ihre Haltung beträchtliche Mühe aufwendet, so viel Hängefläche wie möglich bereitzustellen, wird die Angelegenheit schnell zu einem unbeholfenen Balanceakt. Und während die Kunst durchgängig praktische Arbeit verrichtet, haben die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, mehrere Stunden in Dahlem zu verweilen und den liminalen Zustand, den das Waschen erzeugt, sowie das mit dem Trocknen der Wäsche verbundene Warten am eigenen Leib zu erleben.
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Everyday Tasks – Sphere of the Gods
Christian Jankowski
2019
Installation aus Fiberglas-Skulptur und Waschmaschine
160cm x 153cm x 165cm und 85cm x 60cm x 60cm