Rosa Aiello and Dylan Aiello, Noah Barker and Dora Budor, Ted Fendt, Marie Karlberg, Simon Lässig, Katz Tepper, Peter Wächtler, Jiajia Zhang

Kino

15. September – 17. Dezember 2022

Kino ist eine Gruppenausstellung, die sich auf die Besonderheiten von Film und Video konzentriert und künstlerische Positionen sowie Filmemacherinnen und Filmemacher zusammenbringt. Die Ausstellung zeigt Neuproduktionen und Premieren sowie bestehende Werke, die zuvor nicht in Berlin gezeigt wurden, und ist in zwei Teile gegliedert:

  1. September – 29. Oktober 2022 (Teil 1)
    Rosa Aiello and Dylan Aiello, Noah Barker and Dora Budor, Marie Karlberg, Peter Wächtler, Jiajia Zhang

  2. November – 17. Dezember 2022 (Teil 2)
    Ted Fendt, Simon Lässig, Katz Tepper, Peter Wächtler, Jiajia Zhang

Wenn Film das Medium ist, dann ist das Kino die kulturelle Situation, in der das Zeigen und Betrachten bewegter Bilder zu einem gemeinsamen gesellschaftlichen Akt wird. Die Gruppenausstellung Kino überträgt diesen Rahmen kollektiver Zuschauerschaft in den Kontext einer Ausstellung. Sie folgt damit dem gegenwärtigen Interesse von Künstlerinnen und Künstlern daran, die zeitlichen und narrativen Möglichkeiten zeitbasierter Formate auszuloten – zwischen Video und Spielfilm, assoziativer Bildcollage und narrativem Epos.

Ein gemeinsamer Aspekt vieler der gezeigten Positionen liegt in der Art und Weise, wie ihre künstlerische Arbeit eine breite Vielfalt von Medien und Formen nutzt, wobei der vielgestaltige Einsatz bewegter Bilder eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung von Ideen und der Verflechtung von Erzählung, Bild, Ton und Zeit spielt. So werden die vielfältigen Einschränkungen und Potenziale des Films, seine Produktionsmechanismen, narrativen Logiken und ästhetischen Charakteristika genutzt, um über die Mediatisierung des Erzählens heute nachzudenken.

Als Ausstellung besteht Kino aus einem mobilen Aufbau aus Projektionsflächen und Sitzgelegenheiten, das den Akt des Schauens in eine individuelle und kollektive Aushandlung verwandelt. Kino ist in zwei unterschiedliche Teile gegliedert, wobei in der Mitte der Laufzeit neue Werke hinzukommen und der Aufbau umgestaltet wird. Die kuratorische Direktive zielt darauf ab, eine soziale Situation zu schaffen, in der eine Architektur zeitlicher und räumlicher Settings als Vorlage für verschiedene Ansätze zur mitunter sperrigen Präsentation von Video und Film im Ausstellungskontext dient. In Anlehnung an die Konventionen des Kinos erweitern lose festgelegte Zeitpläne und räumliche Positionierungen experimentell die traditionelle Art der Auseinandersetzung mit bewegten Bildern im Ausstellungsraum.

Zu beiden Teilen der Ausstellung erscheint jeweils eine Plakatauflage, gestaltet von Zoë Field und Max Eulitz sowie Sophie Reinhold.

Kino wird kuratiert von Dennis Brzek und Junia Thiede.

Installationsansichten Kino Teil 1 und Teil 2 © Stefan Korte.